Kaufhof

  • Seit August 2024 steht das ehemalige Galeria Kaufhof Gebäude am Neupfarrplatz leer. Mit der Schließung ging eine der größten Verkaufsflächen in der Regensburger Altstadt verloren. Bis heute gibt es weder ein verbindliches Nutzungskonzept noch einen klaren Zeitrahmen für eine Wiederbelebung.
  • Der Kaufvertrag vom Dezember 2024 umfasst nicht die gesamte Immobilie. Teile des Komplexes, die im Erbbaurecht stehen, wie der Bereich um den Haupteingang, sind nicht eingeschlossen. Wer der neue Eigentümer ist, wurde bislang nicht offengelegt.
  • Die Stadt Regensburg verzichtete auf ihr Vorkaufsrecht. Begründet wurde dies mit dem unvollständigen Kaufvertrag und den fehlenden Informationen über den Käufer – ein Schritt, der von manchen als zu vorsichtig kritisiert wird.
  • Öffentlich diskutiert wurde eine mögliche Nachnutzung als „Kulturkaufhaus“ mit Shop-in-Shop-Konzept, unter anderem mit Barber-Shops und Halal-Lebensmitteln. Offiziell bestätigt oder beantragt wurde dieses Konzept bislang nicht.
  • Um die Entwicklung zu steuern, beschloss der Stadtrat im Februar 2025 die Fortschreibung der Sanierungsziele für das Gebiet „Zentrale Fußgängerzone“ und die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Areal.
  • Ziel ist es, die Attraktivität der Altstadt zu erhöhen, soziale Mischung zu fördern, öffentliche und kulturelle Angebote zu stärken und auch besonderen Wohnformen Raum zu geben. Kritiker*innen weisen jedoch darauf hin, dass ein so zentraler Leerstand das Stadtbild belastet und dringend für Wohnen, Kultur oder soziale Zwecke genutzt werden könnte.