Beispiele für Leerstand

München

Leerstand Freischützgärten

Freischützstraße 75-81, Johanneskirchnerstraße 98, 100

Seit
2017
Wohnungen
77
Eigentümer
Gröner Group

Geschichte

  • Der Block aus den 90er Jahren am Stadtrand von Johanneskirchen galt lange als belebtes und beliebtes Stadtteilzentrum.
  • 2017 wurden die letzten Bewohner*innen entmietet, um für eine Sanierung Platz zu machen. Doch die Sanierung ließ lange auf sich warten und der Bestand verwahrloste zusehends. Fünf Jahre nach der Entmietung begann die Sanierung Anfang 2022, doch schon ein Jahr später wurden die Arbeiten eingestellt. Seitdem herrscht wieder Stillstand
  • Nachbarn bezeichnen den Block als „klassisches Spekulationsobjekt“. Die Eigentümer wechselten seit den 2010er Jahren regelmäßig von der Deutschen Wohnen zur Munich Residential und schließlich zur Gröner Gruppe. Christoph Gröner ist ein großer Sponsor der CDU in Berlin.
Leerstand Pappenheimerstr. 14

Pappenheimerstr. 14

Seit
ca. 2017
Wohnungen
170
Eigentümer
Strabag Real Estate

Geschichte

  • 2017 setzt die Stadt einen Bebauungsplan für das denkmalgeschützte Gebäude auf, das auf einer der letzten unbebauten Flächen in der Maxvorstadt steht: Neben Büros soll hier 19 100 Quadratmeter Wohnraum auf einer überbauten Fläche von 11 155 Quadratmetern entstehen.
  • Im gleichen Jahr wird der Klinkerbau von der Telekom an die Strabag Real Estate verkauft.
  • Der neue Eigentümer stellt einen Umbau mit 170 Wohnungen, Kindertagesstätte und Büros in Aussicht.
  • Nach mehreren Jahren des Planungsprozesses zwischen Stadt und Investor erteilt der Stadtrat 2022 die Zustimmung zum vorgelegten Konzept. Es folgen Gespräche zur Klärung offener Punkte, offenbar ohne Ergebnis.
Hausfront Studentenstadt

Studentenstadt

Seit
2021
Wohnungen
1236
Eigentümer
Studierendenwerk München Oberbayern

Geschichte

  • Nach einem Brand im roten Haus der Studentenstadt wurden ab Februar 2021 über 1.000 Studierende aus der Studentenstadt versetzt und drei große Häuser vollständig geleert.
  • Seitdem streiten sich die politischen Verantwortlichen und dringend benötigter Wohnraum steht leer. Die Studierendenwerke wurden in den letzten Jahren von der Landesregierung stark unterfinanziert, wodurch sich ein hoher Sanierungsstau ergeben hat. Dieser wird jetzt zum Verhängnis.
  • Eine Sanierung soll frühestens 2028 abgeschlossen sein. Bis dahin wird die Studentenstadt wohl der größte zusammenhängende Leerstand im Land sein. 
Hausfront Rablstraße 43

Rablstr. 43

Seit
2020
Wohnungen
17
Eigentümer
Euroboden (Sitz in Grünwald)

Geschichte

  • Auf dem zusammenhängenden Gelände mit der Franziskanerstraße 15, will Euroboden seit 2018 Luxuseigentumswohnungen für 20.000 Euro den Quadratmeter aufwärts errichten. Die Franziskanerstraße 15 wurde in diesem Zuge schon abgerissen.
  • Das denkmalgeschütze Haus in der Rablstraße 43 wurde seit 2020 sukzessive entmietet. Seit einem Jahr steht es nun leer. Seitdem ist auf dem Gelände nicht viel passiert.
  • Aufgrund der gestiegenen Zinsen hat Euroboden im August 2023 angekündigt, dass sie insolvent sind. Es droht ein langer Leerstand.
Hausfront Leerstand Türkenstr./Schellingstraße

Schelling / Türken

Seit
2018
Wohnungen
19
Eigentümer
Josef Rädlinger Maxvorstadt I GmbH (Früher Omega AG)

Geschichte

  • 2017 wurden die drei Häuser in der Maxvorstadt an die Omega AG verkauft. Im Februar 2018 wurden kurz vor einer Besichtigung des Denkmalschutzamtes Teile des Hauses wie das Treppenhaus von 80 Arbeitern zerstört. Konsequenzen für den Immobilienspekulanten hatte dies nicht.
  • In Folge wurde der Omega genehmigt, die Häuser abzureißen und durch Luxuseigentumswohnungen zu ersetzen. Die Omega AG verkaufte die Häuser anschließend mit sattem Gewinn weiter.
  • Nachdem die Mieter*innen seit 2018 entmietet wurden, stehen die Häuser seit knapp drei Jahren leer.
Leerstand Hausfront Schönfeldstr. 1

Ungererstr. + Schönfeld

Seit
2020
Wohnungen
80
Eigentümer
Dawonia (ehemals GBW)

Geschichte

  • 2013 wurde das Haus in der Schönfeldstraße wie 32.000 weitere Wohnungen in ganz Bayern unter dem heutigen Ministerpräsidenten Markus Söder für einen Spottpreis an ein Konsortium um die Patrizia AG verscherbelt.
  • Seit 2015 plante man eine Sanierung des in die Jahre gekommen Wohnhauses.
  • 2020 dann die Kehrtwende. Die Mieter*innen wurden mit dem Abriss des Hauses und einem geplanten Neubau konfrontiert.
  • Entstehen würden dabei nur Luxuseigentumswohnungen. Seitdem leert sich das Haus zusehends. Nur noch zehn von 80 Wohnungen sind aktuell bewohnt
Hausfront Geyerstr. 17

Geyerstr. 17

Seit
1982
Wohnungen
10
Eigentümer
Eigentümergemeinschaft

Geschichte

  • Ende der 70er wurde das Haus von einer Gemeinschaft gekauft mit dem Ziel das Haus zu sanieren. Kurz darauf änderte man die Pläne und wollte das Haus abreißen und neu bauen.
  • Doch die Eigentümer*innen wollen größer bauen als es die Stadt erlaubt. Seit vier Jahrzehnten wird nun darum gestritten.
  • Der Wert des Grundstückes hat sich in dieser Zeit mehr als verzehnfacht.
Baaderstraße 61

Baaderstraße 61

Seit
ca. 2019
Wohnungen
21
Eigentümer
GbR Steindl Eder

Geschichte

  • Das denkmalgeschützte Haus im Glockenbachviertel wurde seit mindestens 2019 systematisch und ohne Rücksicht auf die Mieter*innen entmietet.
  • Seitdem wurden verschiedene Baumaßnahmen angefangen, aber nicht beendet.
  • Laut der letzen verbliebenen Mieter*innen gibt es seit 2022 einen Wasserschaden im Haus.

Presse

Agnesstraße 48

Seit
2018
Wohnungen
15
Eigentümer
Agnes48 UG (Teil der M-Concept Group mit Sitz in Grünwald)

Geschichte

  • Ab 2017 wurden die Mieter nach einer angekündigten Modernisierung mit horrenden Mietpreissteigerungen Stück für Stück entmietet.
  • Nachdem der letzte Mieter 2018 ausgezogen war, änderte M-Concept den Plan. Man wollte das Haus abreißen, um auf dem Grundstück Luxuseigentumswohnungen zu bauen.
  • Einer Initiative der Nachbarschaft ist es zu verdanken, dass das Haus unter Denkmalschutz gestellt und somit gerettet wurde. Seitdem steht das Haus leer.
  • Der Investor scheint das Haus verrotten zu lassen, um den Denkmalschutz zu umgehen. Ein Versuch der Stadt, das Haus zu kaufen, scheiterte.